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Die Madagaskar - Rundreise
vom
22.05. - 06.06.1996

1. Tag 22.05. Mi. Gemeinsame Anreise mit der Bahn von Alsenz nach Frankfurt. Nach dem einchecken und der Zollkontrolle Abflug mit der Boeing 747 der Air Madagaskar, Flug MD 051 um 15:10, Terminal 1. Nach dem Start Lunch und Abendessen.
2. Tag 23.05. Do. Nach einem technischen Stop in Nairobi Fr& uuml;hst& uuml;ck, dann Landung in Antananarivo um 04:20. Nach der Einreise in das Land und Erledigung dar Zollformalit& auml;ten, sowie der Devisendeklaration und der ersten M& ouml;glichkeit Geld zu wechseln, um 07:00 Weiterflug mit MD 394 nach Tul& eacute;ar, Planm& auml;& szlig;ige Ankunft 08:10. Durch einen zus& auml;tzlichen technischen Check verz& ouml;gert sich die Ankunft um ca. 1 Stunde. Da ein Teil des Gep& auml;cks bis Fort Dauphin weitergeflogen ist wird ein loss report erstellt. Anschlie& szlig;end Taxitransfer mit unserem Fahrer Aziz in das Hotel Dera. Der Rest des Tages steht Ihnen zur Akklimatisierung zur freien Verf& uuml;gung. Auf einen Spaziergang durch die Stadt und den Markt folgt eine kurze Ruhepause. Au& szlig;erdem wird gegen 16:00 das restliche Gep& auml;ck im B& uuml;ro der Air Mad abgeholt. Am Abend essen und relaxen im Restaurant und der Bar des Dera. Die erste Weinprobe mit einer Flasche Ch& acirc;teau Verger.
3. Tag 24.05. Fr. Ausflug nach Ifaty, urspr& uuml;nglich ein Fischerdorf. Morgens geht es los mit dem Auto Richtung Ifaty. Die Stra& szlig;e ist nicht befestigt und eigentlich nach unseren Begriffen nicht als solche zu bezeichnen. Aber bereits am 2. Tag sind einige europ& auml;ische Werte ins Schwanken geraten. Mitsangatsangana und schwimmen am teilweise wundersch& ouml;nen Strand. Fischer gehen mit ihren Booten der Arbeit nach. Es gibt 6 oder 7 Ressortanlagen, die alle nicht entsprechend gebucht sind, weil es keine Stra& szlig;e, sondern nur diese Piste gibt. Wir essen im & #132;Les Dunes& #147;, in dem wir uns auch einige der 30 Bungalows anschauen. Danach nochmals schwimmen. Am Nachmittag R& uuml;ckfahrt nach Tul& eacute;ar, Kauf der Tickets f& uuml;r die Weiterfahrt nach Ranohira mit dem Taxi-B& eacute; und Besuch der fivatoramboky. Lockerer Abend im Dera. Abschied.
4. Tag 25.05. Sa. Am morgen gegen 06:30 holt Aziz uns im Dera ab und bringt uns zur Station. Nach letztem schwei& szlig;en am Peugeot 504 geht es gegen 7:30 los Richtung Ranohira. Teilweise ist die Strasse ausgebaut, teilweise ist es mehr eine Piste. Wir sind um ca. 13:00 in Ranohira und mieten uns in der Orchid& eacute;e de Isalo ein. Wir lernen unseren neuen F& uuml;hrer Julien kennen, mit dem wir morgen eine Wanderung in den Parc d'Isalo unternehmen werden. Am Nachmittag besorgen wir die Permits f& uuml;r den Nationalpark im B& uuml;ro der Parkverwaltung. Wir kaufen noch etwas zu essen f& uuml;r morgen und machen anschlie& szlig;end einen kleinen Spaziergang durch Ranohira und die unmittelbare Umgebung. Die Jungs spielen Basketball und die Kirche d& uuml;rfte das einzige Haus hier sein, das man abschlie& szlig;en kann. Nach dem Abendessen in der Orchid& eacute;e geht um 22:00 der Generator, der den Strom liefert aus.
5. Tag 26.05. So. 20 Minuten nach sechs Uhr beginnen wir unsere Wanderung Richtung Isalo. Wir laufen etwa zwei Stunden & uuml;ber Wiesen und Felder, bis zu einigen H& uuml;tten von Reisbauern kommen, zugleich der & #132;Eingang& #147; des Nationalparks. Wir laufen dann in die Berge hinein, & uuml;ber Felsen und Steine, erste kurze Rast an einem Minisee. Sp& auml;ter kommt ein Campingplatz. Wir erreichen die Stelle, an der man eine Lemurenfamilie beobachten kann, den Canyon des Singes. Es ist nicht unbedingt n& ouml;tig ganz leise zu sein, die Tiere scheinen die Touris gewohnt. Weiter geht es bergauf, bergab, teils auch durch die Ebene, mit dem Blick auf bizarre Felsformationen. Ein kurzes Treffen mit zwei Schweizerinnen, die die gleiche Wanderung, die wir in einem Tag machen auf drei Tage verteilt haben. Julien ist ein schweigsamer F& uuml;hrer. Es ist gut, da& szlig; er uns nicht den ganzen Tag den Kopf vollquatscht. Kurze Mittagspause, in der wir die Baguettes aus dem Hotel testen. Sie sind o.k. Immer wieder bizarre Felsformationen. Abgr& uuml;nde, die viele Meter tief steil abfallen. Oft ist es absolut still. Kein Ton ist zu h& ouml;ren. Nichteinmal ein weit entferntes Auto. Ich wei& szlig; nicht mehr wie lange ich schon hier in Madagaskar bin. Die Anzahl der neuen Eindr& uuml;cke ist so gro& szlig; und f& uuml;r mich kaum zu verarbeiten. Die Landschaft ist & uuml;berw& auml;ltigend. Wir erreichen ein ausgetrocknetes Flu& szlig;bett, mit hellem Sand, das Rivi& eacute;re de Sable. Nach weiteren 45 Minuten sind wir an Piscine naturellle, einem kleinen See, der etwas versteckt liegt. Ein kurzes Bad. Auch hier ist in der N& auml;he ein Campingplatz. Nach etwas mehr als einer weiteren Stunde sind wir in Ranohira zur& uuml;ck. Es ist etwa & #189; 7 und schon dunkel. Wir sind alle ein bisschen m& uuml;de und angestrengt. Die Wanderung war 28 km lang, mit viel bergauf, bergab. Wir trinken bei Berny noch etwas mit Julien. Dabei fotografiert Hubert Justine mit ihren Freundinnen.
6. Tag 27.05. Mo. Es gab viele Hinweise, da& szlig; es schwierig sei aus Ranohira wieder wegzukommen. Aber wir hatten in Tul& eacute;ar gefragt, und auch Julien hat gesagt, da& szlig; es kein Problem sei einen Transfer nach Fianarantsoa zu finden. Es k& ouml;nne sein, da& szlig; es ein bisschen dauert, aber & quot;sans problem& quot;. Wir sollten sehen, da& szlig; wir gegen & #189; 9 startklar seien. Schon kurz vor 8 klopft Julien an der T& uuml;r und hat unseren Transfer. In einem neuen 4x4. Weiterfahrt durch Ihsoy und die anderen Orte, mit mal guter, mal schlechter Stra& szlig;e. Nach der ca. 7 - st& uuml;ndigen Fahrt Ankunft in Fianarantsoa. Wir finden ein gutes Zimmer im Tsara Guest House. Den Rest des Tages schlendern wir durch die Stadt. Fianar ist eine der gr& ouml;ssten St& auml;dte Madagaskars mit etwa 350.000 Einwohnern. Direkt neben dem Tsara Guest House hat ein Chinese seinen Gemischtwarenladen. Abends trinke ich da ein Bier mit einigen Madagassen. Sie erz& auml;hlen, da& szlig; es kaum vazahas gibt die in den Laden kommen. Ich bin verwundert, da er direkt neben dem Hotel liegt, in dem fast nur Ausl& auml;nder logieren.
7. Tag 28.05. Di. Das Hotel liegt im oberen Teil der Stadt und unser Zimmer geht zu der Stra& szlig;e. Fr& uuml;hmorgens kann man gut beobachten, wie das Leben und Treiben in der Stadt beginnt, viele ihre Waren auf den Markt bringen und die Kinder zur Schule gehen. Von Fianarantsoa aus fahren wir nach S& uuml;den und besichtigen das Weingut Lazan'i Betsileo und einen Teil der Region in der Wein angebaut wird. Inklusive Weinprobe. Lazan'i Betsileo ist eine madagassische Gesellschaft und der Wein ist weit verbreitet. Es ist eine der wenigen Kellereien, die auf Flaschen f& uuml;llen und nicht nur en vrac verkaufen. Leider gibt es keinen Prospekt oder Preisliste. Bedauerlicherweise sind unsere F& uuml;hrer absolut schlecht. Sp& auml;ter fahren wir in eine Teeplantage und sehen wie der Tee produziert wird, vom Anliefern der frischen Bl& auml;tter, bis zum Ende der Fermentation. Wir kaufen ein Kilo. Es ist schon ungew& ouml;hnlich f& uuml;r uns anzusehen, wie das alles vor sich geht. Am Abend sind wir in einer Fernsehstube, einem Lokal, in einem fr& uuml;heren Kolonialbau untergebracht. Man sitzt an kleinen Tischen und betrachtet das Programm, das zum Teil in franz& ouml;sisch, zum Teil in Malagasy ist. Das Bier ist mehr als lauwarm und der Muff mehr als in einigen Zeilen zu erkl& auml;ren ist. Es ist eine wunderbare und fremde Stimmung f& uuml;r uns.
8. Tag 29.05. Mi. Wieder umherschlendern in Fianar, hier ein Bier, dort eine Postkarte, Friseur, dies und das. Es ist eine bezaubernde Stadt. Etwas trinken bei dem Chinesen und Bananen kaufen. Wir entdecken die Verkaufsstelle der Domaine Domremy, U. Keller. Hier gibt es Wein und Schn& auml;pse in guter Qualit& auml;t.
9. Tag 30.05. Do. Fr& uuml;hmorgens, kurz nach 7 Uhr, beginnt die spektakul& auml;re Bahnfahrt von Fianarantsoa nach Manakara. Es geht um zig Kurven, durch viel Tunnels und an Wasserf& auml;llen vorbei bis an die Ostk& uuml;ste. Dort kommen wir kurz nach 15:00 Uhr an. Unterwegs & auml;ndert sich die Landschaft v& ouml;llig. Es geht von der H& ouml;he von ca. 950 Metern immer bergab, bis an die K& uuml;ste. An jedem Bahnhof wird zum Verkauf angeboten, was es in dem Ort gibt. Bananen, gekocht, oder in der Schale, Sombok, Baguettes, gebratene W& uuml;rstchen und vieles mehr. Die Bahn wirkt wie aus alter Zeit. In Manakara angekommen, geht es ins Hotel Sidi. Hier ist auch die Vertretung der Air Mad untergebracht. Das Hotel ist zwar das erste Haus am Platz und ist in einem gro& szlig;z& uuml;gigen Kolonialbau, aber ziemlich heruntergekommen. Wir sind heute zum erstenmal am Indischen Ozean. Es ist Flut. Manakara hat einen sch& ouml;nen Markt, mit interessanten Gesch& auml;ften.
10.Tag 31.05. Fr. Nach zwei Stunden am Strand, wieder mit Flut und guter Meerstimmung, geht nach dem Fr& uuml;hst& uuml;ck der Transfer zum Flughafen. Um 10:40 geht der Flug mit einer Hawker Propellermaschine der Air Madagaskar MD 577 von Manakara nach Antananarivo. Wir lernen auf dem Flughafen in Manakara Petra und Joachim kennen. Mit ihnen werden wir sp& auml;ter einige Tage verbringen. Nach der Ankunft um 12:40 Fahrt zum Hotel Hilton. Das Hilton hat 17 Stockwerke und ist das einzige & #132;richtige& #147; Hochhaus Madagaskars. Die Atmosph& auml;re ist hier international. Es folgt ein Besuch des Zoma Marktes. Zoma heisst Freitag. Der Markt findet zwar t& auml;glich statt, aber der Freitag ist der Tag mit den weitaus meisten H& auml;ndlern und Besuchern. Es ist sehr voll und aufregend. Es wird praktisch alles angeboten. Es gibt verschiedene Bereiche, z.B. f& uuml;r Fleisch, Fisch, Obst, Gem& uuml;se oder Kleider, Stoffe, Auto- und Fahrradteile und vieles mehr. Alle H& auml;ndler haben helle, runde Schirme aufgespannt. Das Gedr& auml;nge ist gro& szlig;. Es gibt einige Imbi& szlig;hallen, in denen man preiswert speisen kann. Mit Einbruch der Dunkelheit packen die H& auml;ndler zusammen und klappen ihre Schirme zu.
11. Tag 01.06. Sa. Der Botanische Garten und der Zoo stehen auf dem Programm, sowie die beiden Museen, die sich hier befinden. Nach etwa 20 Minuten Fu& szlig;weg durch die Stadt, vorbei am Lac Anosy und dem Stadion erreichen wir den Eingang des Parc Botanique et Zoologique de Tsimbazaza. Im naturgeschichtlichen Museum sind Lemuren, Schmetterlinge, Insekten und Skelette von ausgestorbenen Tieren zu sehen, im ethnologischen einiges & uuml;ber die verschiedenen Volksgruppen, wie Haartrachten oder H& uuml;te. Das Freigel& auml;nde ist weitl& auml;ufig angelegt und erlaubt sch& ouml;ne Spazierg& auml;nge. Leider gibt es keinen Kiosk oder dergleichen um sich etwas zu trinken kaufen zu k& ouml;nnen. Am nachmittag geht es wieder auf den Zoma, der heute wesentlich kleiner ist und zum Bahnhof.
12. Tag 02.06. So. Am Vormittag geschieht weiter nichts, au& szlig;er einem ausgedehnten Fr& uuml;hst& uuml;ck. Um 15:00 Flug von Antananarivo nach der Insel Nosy B& eacute;, Ankunft 16:05, mit MD 326. Transfer in einem der hier in Massen zu findenden R 4 zum Motel Coco Plage am Ambatoloaka Strand. Hier sind die Hotels eingebunden in den Ort und so ist em m& ouml;glich die Ruhe und Entspanntheit einer Ressortanlage zu haben und gleichzeitig nicht auf den Kontakt zu den Menschen verzichten zu m& uuml;ssen. Wir finden Narcisse und geben ihm das Sweat-shirt von Jutta. Er hat ihr Foto, also wird er schon der richtige Narcisse sein. Der Vorname Narcisse ist auf Nosy B& eacute; nicht selten. Eine typische Kiosk/Bar-Kombination ist Chez Daniel. Hier werden wir in der n& auml;chsten Tagen einige Stunden verbringen. Wir treffen Petra und Joachim wieder, die im Residance d'Amatoloaka wohnen.
13.Tag 03.06. Mo. Ein Tag zum relaxen. Lediglich die Fahrt nach Hell-Ville steht auf dem Programm, um im B& uuml;ro der Air Madagascar die Tickets r& uuml;ckbest& auml;tigen zu lassen. Dabei geht es nat& uuml;rlich auch auf den Markt und zum Hafen. Hell-Ville hat einen interessante Ausstrahlung. Es ist zu merken, da& szlig; der Norden des Landes wirtschaftlich besser steht als der S& uuml;den. Auch hier sind viele interessiert an unserer Kultur und der Art wie wir vazahas leben. Wir haben viele Gespr& auml;che. Narcisse organisiert uns den Ausflug f& uuml;r morgen.
14.Tag 04.06. Di. Um & #189; 9 starten wir mit einem Motorboot zur Nosy Kaomba. Ein kurzer Spaziergang und bestaunen der Lemuren, die in einem Art Zoo zu sehen sind. Die Einwohner verkaufen ihr Kunsthandwerk. Weiter geht es nach Tany Kely, einem kleinen Inselchen mit einem Super Strand. Wer will kann hier schnorcheln und sich die Unterwasserwelt ansehen. Lunch, danach noch einmal Wasser und dann geht es wieder mit dem Boot (f& uuml;r die links sitzenden recht feucht) zur& uuml;ck nach Ambatoloaka. Beim Aussteigen aus dem Boot nutzt Petra die Gelegenheit und f& auml;llt ins Wasser. Die Sonne geht gerade unter.
15.Tag 05.06. Mi. Am Vormittag nochmals mit dem Taxi nach Hell-Ville. Beim Chinesen am Markt kaufe ich eine Flasche Vieux Rhume. Die verschiedenen Sorten die es gibt habe ich vorher ausf& uuml;hrlich probiert. Um 16:40 Flug von Nosy B& eacute; nach Antananarivo mit MD 325. Bei der Zwischenlandung in Mahajanga steigt die Frau des Ministerpr& auml;sidenten und ihr Gefolge zu. Ankunft in Antananarivo um 18:35, Transfer zum Hotel Du Jardin. Dort gibt es zum Abendessen ein letzte Flasche Ch& acirc;teau Verger.
16.Tag 06.06. Do. Morgens um & #189; 6 fahren wir wieder zum Flughafen und um 07:55 geht es endg& uuml;ltig zur& uuml;ck, mit der MD 050, von Antananarivo nach Frankfurt. Ankunft 19:20. Als wir ankommen sind es 30& #176; C. Die Flasche Grappa von Domremy rutscht auf den Boden und zerbricht.





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